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Hessen gesamt - Bestandsaufnahme oberirdische Gewässer (Übersicht)

Größe: 21.114 km²
Gesamtlänge der Gewässer (Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet > 10 km²): 8.259 km
Anzahl stehender Gewässer (über 50 ha): 6 (zuzüglich 7 Talsperren, die gleichzeitig als erheblich veränderte Fließgewässer betrachtet werden)
Gesamtzahl Wasserkörper Fließgewässer: 433

Zielerreichung Wasserkörper
Zielerreichung  Anzahl  Anteil Wasserkörper [%]  Anteil Fließlänge [%] 
wahrscheinlich  64  14,8  11,1 
unklar  228  52,7  59,5 
unwahrscheinlich  141  32,6  29,3 

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Hauptursachen der Belastungen

Einen hohen Anteil an den Belastungen und damit an einer Einstufung in "Zielerreichung unwahrscheinlich" oder in "Zielerreichung unklar" (aufgrund noch unvollständiger Datenbasis) hat u.a. die unzureichende Strukturgüte. Diesbezüglich sind 115 Wasserkörper mit "
Zielerreichung unwahrscheinlich" und 189 Wasserkörper mit "Zielerreichung unklar" eingestuft.
Die Gewässergüte zeigt dagegen ein anderes Bild: 398 von 433 Wasserkörpern erhalten die Einstufung "Zielerreichung wahrscheinlich" - ein Hinweis auf die erfolgreiche Arbeit der Wasserwirtschaft in den letzten Jahrzehnten.
Eine Abschätzung des ökologischen Zustands führte zur Einstufung von 141 Wasserkörpern in die Kategorie "Zielerreichung unwahrscheinlich" (32,6%), die Kategorie "Zielerreichung unklar" belegen hierbei 227 Wasserkörper (52,4%).
Die Abschätzung des chemischen Zustands zeigt ein etwas besseres Bild: 266 Wasserkörper konnten in die Kategorie "Zielerreichung wahrscheinlich" (61,4%) eingestuft werden.
Beispiele bzw. räumliche Belastungsschwerpunkte werden bei den jeweiligen Bearbeitungsgebieten genannt.

Vorläufige Identifizierung erheblich veränderter Wasserkörper

Als erheblich veränderte Wasserkörper (HMWB = "Heaviliy modified Waterbody") wurden in Hessen vorläufig 34 Wasserkörper ausgewiesen.
Bei 19 Fließgewässerabschnitten handelt es sich meist um größere Flüsse, welche intensiv als Bundeswasserstraße zum Güterverkehr genutzt werden und entsprechend ausgebaut sind / unterhalten werden (z.B. Rhein, Main und Neckar). Aber auch kleinere Gewässer können erheblich verändert sein. Hier spielen vielfältige Strukturdefizite oder aber ein überwiegend unterirdischer Gewässerverlauf eine Rolle. Als Beispiele sind die Nidda - Frankfurt, der Salzbach - Wiesbaden oder aber die Drusel - Kassel zu nennen.
Ohne weitere Prüfung wurden alle 19 Talsperren (>10 ha) als HMWB eingestuft.

Stand: 6. Januar 2005
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